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Ein erhöhtes Aufkommen von Klickbetrug wird zur Zeit von vielen Werbern beobachtet. Laut New York Times verschärft sich die Situation durch die Wirtschaftskrise der vergangenen Monate dramatisch. Denn gerade jetzt ist es wichtig für die Werbetreibenden, kein Geld zu verschwenden.

In den USA war Pay-per-Click-Werbung im Jahr 2008 der einzige Bereich der Internetwerbung, der deutlich zulegte und über das Jahr etwa 57 Prozent des gesamten US-Onlinewerbemarktes vereinnahmte. Den Unternehmen gefällt die Kostenkontrolle im Pay-per-Click. Durch den zunehmenden Umsatz steigt auch der Klickbetrug. Google und andere Anbieter versuchen die Kunden zu beruhigen: Das Problem sei unter Kontrolle und betrügerische Klicks sollen nur 0,02 Prozent der gesamten Onlineaktivität bei seinen AdWords-Angeboten ausmachen. Doch unabhängige Beobachter des Onlinewerbemarktes wie Click Forensics schätzen die Situation als viel schlechter ein. Es wird vermutlich mehr Geld als je zuvor durch betrügerische Klicks verschwendet.

Seit der Klage von 2006 sieht sich Google Vorwürfen ausgesetzt. “Wir arbeiten so hart wie immer daran, unsere Kunden vor Betrug zu schützen”, so Shuman Ghosemajumder, Business Product Manager im Bereich Trust and Safety bei Google. Durch ein transparenteres Statistiksystem sollen die Kunden aufgeklärt werden, von Klickbetrug betroffenen Unternehmen werden Entschädigungen angeboten. Google bemühe sich zudem, die Möglichkeiten zum Aufspüren von Klickbetrügereien ständig zu verbessern. Bei diesem Hase und Igel Spiel scheinen im Moment aber die Betrüger Oberwasser zu haben.



Die wertlosen Abrufe kommen die Werber teuer zu stehen, denn sie zahlen den Suchmaschinen für jeden Klick hartes Geld. Laut einer Hochrechnung des US-Marktforschers Outsell summierte sich der Schaden durch betrügerische Klicks nur in den USA auf rund 800 Millionen Dollar im Jahr 2005. Die aktuellen Zahlen sind vermutlich wesentlich höher.

Heise.de gibt ein Beispiel: Wenn ein Konkurrent jeden Tag zehn mal auf die Anzeige für 5€ klickt, entsteht ein Schaden von 1500€ im Monat für den Werber. Bei begrenztem Budget wird dann die Anzeige nicht mehr angezeigt, wenn echte Kunden danach suchen.

Die Branche ist von der Entwicklung alarmiert: Der Vorstandschef von Google, Eric Schmidt, gab folgende Erklärung ab: „Der Erfolg unseres Anzeigengeschäfts beruht darauf, dass sich die Werbung für unsere Kunden lohnt [...] Jeder Versuch, unsere Werbeplattform zu missbrauchen, ist für uns extrem kritisch.“ Die Online-Werbung machte 2005 gut 98 Prozent von Googles Gesamtumsatz in Höhe von 6,14 Milliarden Dollar aus. Das bedeutet, dass die Firma bei 10-15% betrügerische Klicks fast eine Milliarde Dollar zuviel eingenommen hat. Wie wahrscheinlich ist es, dass Google das Geld den Werbern zurück gibt?



Klickbetrug ist eine kriminelle Handlung aus dem relativ neuen Bereich der Internetkriminalität. Bei Werbeanzeigen oder Bannern im Internet klickt der Täter nicht aus Interesse auf Werbemittel, sondern um dem Werbenden oder dem Publisher zu schaden.

  1. Ein Publisher täuscht real nicht existierende Kunden vor, um sich vom Advertiser direkt mehr Geld für die Werbung zu erschleichen oder den Preis pro Klick in die Höhe zu treiben.
  2. Ein Konkurrent des Werbenden klickt auf die Anzeige, um diesem finanziell zu schaden oder bei Erreichen des Werbebudgets für einen Zeitraum dessen Banner ganz zu deaktivieren.
  3. Ein böswilliger Konkurrent des Publishers täuscht durch verdächtige Klickmuster Klickbetrug vor, damit dieser vom Werbenden auf die schwarze Liste gesetzt wird.

Leider profitieren die Vermittler, also vor allem Google, von jedem Klick und haben deshalb kaum ein Interesse den Klickbetrug zu bekämpfen. Nur wenn die Advertiser sich von diesem Werbemedium abwenden, wird Druck auf Google aufgebaut, sich dieses Problems anzunehmen. Siehe dazu auch News online schreiben, Kategorie Webdesign und SEO. Alternativen wie Affiliatemarketing werden in einem der nächsten Beiträge vorgestellt.




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